Ich bin ein Teil von wir!

Was ist eine Genossenschaft?
Gemeinsam seine Ziele besser zu erreichen als im Alleingang, das ist der Grundgedanke einer jeden Genossenschaft. Eine genossenschaftliche Kooperation bietet sich immer dann an, wenn das Verfolgen eines wirtschaftlichen Ziels die Leistungsfähigkeit des Einzelnen übersteigt.
Persönliches Engagement der Mitglieder, und damit verbunden Eigennutz und Solidarität der Beteiligten, sind der Antrieb genossenschaftlichen Denkens. Allen Genossenschaften ist gemein, dass die Mitglieder zugleich Eigentümer und Kunden ihrer Genossenschaft sind. Das so genannte Identitätsprinzip unterscheidet eine Genossenschaft von allen anderen Formen der kooperativen Zusammenarbeit.


Wie funktioniert eine Genossenschaft?
In einer Genossenschaft schließen sich die Mitglieder freiwillig zusammen, um gemeinsam zu wirtschaften. Dabei soll die wirtschaftliche Förderung aller Mitglieder aus eigener Kraft und nicht durch Unterstützung Dritter bzw. des Staates gelingen. Die Genossenschaft wird von Personen geführt (Vorstand und Aufsichtsrat), die selbst Mitglied der Genossenschaft sind. Die grundsätzlichen Entscheidungen werden in der Genossenschaft in der Generalversammlung der Mitglieder getroffen. Hier hat jedes Mitglied unabhängig von seiner Kapitalbeteiligung nur eine Stimme. Dadurch ist die Genossenschaft vor der Dominanz einzelner Mehrheitseigner und damit auch vor „feindlichen Übernahmen“ geschützt.
Mit dem Erwerb der Anteile wird man somit nicht nur Mitglied sondern auch Miteigentümer. Das investierte Geld wird von der Genossenschaft genutzt, um das Geschäft zu betreiben. Zum Beispiel zum Einkaufen der im Laden angebotenen Produkte.


Welchen Vorteil hat eine Genossenschaft für mich?
Als Genossenschaftsmitglied sorgst du dafür, dass der Lebensmittelladen nicht nur in unserem Ort erhalten bleibt, sondern du kannst auch mitbestimmen, wie die Genossenschaft arbeitet. Arbeitet die Genossenschaft gewinnbringend, können auch Gewinne z.B. in Form von Geldbeträgen oder Lebensmittelrabatten und -gutscheinen an die Genossenschaftsmitglieder ausgeschüttet werden.
Neben den Einkaufskonditionen und den Personalkosten ist der Umsatz ein wesentlicher Faktor, der über den Erfolg oder Misserfolg der Genossenschaft entscheidet.
Welches Risiko trage ich als Mitglied einer Genossenschaft?
Die Genossenschaft arbeitet mit dem Geld das die Mitglieder über den Kauf von Genossenschaftsanteilen eingezahlt haben. Wie jedes andere Wirtschaftsunternehmen auch, kann eine nicht erfolgreich arbeitende Genossenschaft negative Ergebnisse erwirtschaften. Das wirtschaftliche Risiko der Geschäfte der Genossenschaft trägt die Genossenschaft selbst. Du kannst dabei maximal das als Genossenschaftsanteil eingezahlte Geld verlieren.
Jede Genossenschaft gehört einem gesetzlichen Prüfungsverband an. Dieser Genossenschaftsverband nimmt in regelmäßigen Zeitabständen eine Jahresabschlussprüfung vor. Dabei werden nicht nur die wirtschaftlichen Verhältnisse geprüft, sondern auch die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Der Prüfungsverband betreut darüber hinaus seine Mitgliedsgenossenschaften in betriebswirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Fragen. Die regelmäßige Prüfung schützt die Geschäftspartner und Mitglieder vor finanziellem Schaden. Die Genossenschaft ist auch aus diesem Grund seit vielen Jahren die mit Abstand insolvenzsicherste Rechtsform in Deutschland.
Bei Kündigung der Mitgliedschaft bekommst du den anteiligen Wert der Genossenschaft ausbezahlt.